Die Geschichte des Hauses
Kurzgeschichte Herzogenaurachs

Die Geschichte des Hauses

Vom Weinhaus zum Gasthaus, heute "Hotel Krone".
Die Geschichte des ältesten Herzogenauracher Gasthauses.

In der Stadtmitte steht das heutige „Hotel Krone“. Das Anwesen ist eines der alten Höfe zwischen den Stadttürmen, ein sog. „Schweinslehen“. Bereits 1471 schenkte in einem der Vorgängerbauten des Hotels der „lange Nopp“, so hieß der Wirt, seinen Gästen aus. Damit ist dies das älteste bekannte Herzogenauracher Gasthaus. In den Unterlagen des Stadtarchivs von 1560 ist verzeichnet, dass der Weinwirt Melchior Nopp neben den üblichen Abgaben jährlich noch ein Schwein als Sondersteuer entrichtete. Der Hohe Rat der Stadt Herzogenaurach verlieh dem Weinwirt im Jahr 1650 den Aushang eines Schildes mit einer „güldenen Krone“.
Von Erlangen-Bruck führte die „Untere Frankenstraße“ durch unser Städtchen nach Emskirchen. Sicher hat hier so mancher Reisende gerastet, um sich und sein Pferde zu stärken. Trotz der vielen Wirtshäuser in Herzogenaurach schenkte der Kronenwirt jährlich 60 hl Wein aus und zapfte auch einige hl des beliebten Rotbieres. Der Wirt der „Krone“ war zugleich Pächter einer städt. Fischgrube am Kiliansbrunnen. Er bot schon damals eine Spezialität seines Hauses an, den heute so bekannten Aischgründer Spiegelkarpfen.

Im Jahr 1630 kaufte Wolf Hagen das Weinhaus. Seitdem ist das Anwesen im Familienbesitz. Anlässlich der Erbhuldigungen des Bambergers Fürstbischofs Friedrich Carl von Schönborn im Jahre 1732 waren hohe Herren der Regierung im Gasthof Krone zu Gast.

Die französische Revolution hinterließ auch in Herzogenaurach ihre Spuren. Das Weintrinken wurde vielen Bürgern zu teuer. Die Besitzer älterer Bürgerhäuser erhielten vom Magistrat der Stadt das Braurecht. Seitdem wird der Gasthof Krone als bürgerliche Bierwirtschaft geführt.

Als junger Bauernsohn kam Georg Engert am Ende des 1. Weltkriegs 1914/18 nach Herzogenaurach und heiratete Theresia Bauer, die Tochter vom Gasthaus Krone welcher das alte Gasthaus in den 30er Jahren aufgrund des inzwischen schlechten baulichen Zustandes neu aufbaute.
Ein gern gesehener Gast der Familie Engert war der Künstler Felix Müller aus Neunkirchen am Brandt, der zur Einweihung des neuen Gasthauses, ein geschnitztes Kreuz überreichte.
Das Vereinslokal der Kolpingfamilie ist sein 1948 im Gasthaus – Hotel Krone.
Bis zum 31. Dezember 1951 führte Gerorg Engert mit seiner Frau die Landwietschaft und das Gasthaus Krone. Als Kriegsteilnehmer 1939/45 und nach drei Jahren Gefangenschaft kam der Sohn der Beiden, Franz Engert im Juni 1948 wieder nach Hause. Er arbeitete im Landwirtschaftlichen Betrieb und in der Gastwirtschaft seiner Eltern mit. 1951 heiratete er Gunda Polster, die älteste Tochter der Bäckerei Polster in Haundorf und übernahm am 1.Januar 1952 das Gasthaus mit Landwirtschaft. 1974 bauten Sie das Gasthaus zu einem Hotel um und gaben die Landwirtschaft auf.
Heute führt die Tochter Evi Korder, geb. Engert, zusammen mit ihrem Mann Hermann Korder das Hotel. Hermann Korder lernte im Hotel „Zum goldenen Hirschen“ in Rothenburg o. d. Tauber und sammelte danach viel Erfahrung in verschiedenen Hotels im In- und Ausland und legte 1976 sehr erfolgreich seine Prüfung zum Küchenmeister ab. Die Frau des Hauses studierte 3 Jahre in Nürnberg und Augsburg und wurde Fachlehrerin.
Beide führen heute das Hotel Krone und setzen die lange Familientradition auch im neuen Jahrtausend fort.

Auszüge aus:
Geschichte und Geschichten aus Herzogenaurach, Fritz Spieß
Gasthof Krone 300 Jahre im Familienbesitz 1650-1950, Luipold Maier


Kurzgeschichte von Herzogenaurach

Herzogenaurach.
Benannt in der Reihe der wenigen Orte, die nach der Sage einen Kiliansbrunnen aus dem 7. Jahrhundert besitzen. 1002 als Uraha erstmals urkundliche erwähnt wurde, schenkt dann am 13.11.1021 Kaiser Heinrich II, dieses Herrschaftsgut am Kangau gelegen, dem Bamberger Bistum. Die erste Benennung als Herzogenaurach( auracum ducis) erscheint 1158. Um 1300 zur Stadterhoben, wurde die innere Befestigung angelegt, der im 15. Jhdt. die äußere folgte. Alte Grenzstadt des Bamberger Hochstiftes, die am 9.2.1804 peußisch, am 8.7.1807 französisch und am 30.6.1810 bayerisch wurde.

Sehenswürdigkeiten.
Das Schoß, dieses älteste, große Bauwerk der Stadt präsentiert sich heute in jener Gestalt, die es d.d. Fürstbischof von Bamberg und Kurfürst von Mainz-Lothar Franz von Schönborn, zu Beginn des 18. Jhdt. erhielt. Die gotische Pfarrkirche, mit seiner sehenswerten Barockausstattung, der mächtigen halbrunden, bunt bemalten Holzdecke und mehrer Einzelkunstwerke. Das malerische Spital und das Heimatmuseum.

Modernes, großes Sportbad sowie Erlebnis-Hallenbad mit Sauna.

Weltbekannte Exportindustrie.

 
 
 
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